2 Jun 2026 • 7 Min. Lesezeit
Dinner in the Sky: Wenn das Ticketing zum Teil des Erlebnisses wird

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen an einem gedeckten Tisch, ein Glas Wein in der Hand, das Besteck liegt vor Ihnen. Nur sitzen Sie nicht in einem Restaurant. Der Boden liegt rund 50 Meter unter Ihnen.
Das ist Dinner in the Sky, ein Erlebnis, das in kein Standardraster passt. Wir haben mit dem Team über ihr ungewöhnliches Geschäftsmodell gesprochen und darüber, welche Rolle Ticketing spielt, wenn das Dinner circa 50 Meter in der Luft stattfindet.
Eine Premiummarke verkauft mehr als ein Ticket
Wer einen Platz bei Dinner in the Sky bucht, gibt für das Dinner knapp 180 Euro aus, lange bevor er den schwebenden Tisch überhaupt zu Gesicht bekommt. So jemand hat ein Bild der Marke im Kopf. Und dieses Bild entsteht nicht erst beim Dinner, sondern im Moment des Ticketkaufs.
Genau deshalb stand ein Punkt weit oben, als sich das Team nach einem neuen Ticketing-Partner umsah.
"Für uns waren vor allem drei Punkte entscheidend", sagt das Team von Dinner in the Sky. "Wir wollten ein deutlich besseres Tracking, um das Verhalten unserer Gäste noch gezielter nachvollziehen zu können, eine flexible Lösung, die sich für unsere unterschiedlichsten Produkte einsetzen lässt, und ein modernes, ansprechendes Design des Shops, das zum Erlebnis von Dinner in the Sky passt."
Der letzte Punkt wird oft unterschätzt, dabei ist er vielleicht der ehrlichste. Wenn am Punkt des Kaufs ein fremdes Logo dominiert, verkauft eine Premiummarke einen Teil ihrer Wirkung unter Wert. Der Shop ist kein technisches Detail. Er ist der erste physische Kontakt mit dem Versprechen, das oben in der Luft eingelöst wird. Mit vivenu bleibt dieser erste Kontakt die eigene Marke, nicht die des Anbieters.
Die eigenen Kundendaten als Fundament
Tracking und Datenzugang waren der zweite Grund, und für Dinner in the Sky hängt daran das ganze Marketing.
"Ohne gute Kundendaten ist es schwieriger, unser Produkt gezielt zu bewerben. Je besser wir unsere Zielgruppe kennen, desto präziser können wir sie erreichen und genau davon lebt jede Marketingkampagne. Die Kundendaten bilden die Grundlage jeder Aktion: Sie ermöglichen es uns, Angebote individuell zuzuschneiden, Wiederholungsgäste gezielt anzusprechen und langfristige Bindungen aufzubauen. Für uns sind sie somit ein zentraler Baustein für nachhaltiges Wachstum und ein verbessertes Gästeerlebnis."
In der Praxis scheitert das oft nicht am Willen, sondern an der Technik: Die Daten sind da, liegen aber in Systemen, die nicht miteinander sprechen. Mit vivenu landen Buchungshistorie, Menüwahl und Wiederholungsgäste von Anfang an im selben System. Die Grundlage für die nächste Kampagne ist damit nicht das Ergebnis mühsamer Nachpflege, sondern ein Nebenprodukt jeder Buchung.
Eigene Regeln brauchen ein System, das sich anpasst
Dinner in the Sky folgt einer eigenen Logik. Ein Tisch für vier Personen lässt sich von zwei Gästen buchen, und im Hintergrund weiß die Planung trotzdem genau, dass nur zwei Menüs gebraucht werden. Städtewahl, Menü und Allergien hängen zusammen, folgen aber jeweils anderen Regeln. Ein Standard-System kommt damit selten zurecht.
"Für uns war entscheidend, dass der Ticketing-Anbieter unsere sehr individuellen Prozesse flexibel abbilden kann", sagt das Team. "Städtewahl, Menüauswahl und Allergien/Unverträglichkeiten folgen bei uns unterschiedlichen Logiken und müssen daher klar getrennt abgebildet werden, im Hintergrund aber dennoch exakt zusammenspielen. Deshalb haben wir besonders darauf geachtet, dass sich Regeln, Abfragen und Workflows individuell konfigurieren lassen und nicht in ein starres System gezwungen werden."
Wie gut das funktioniert, zeigt sich am Umgang mit Menü und Allergien. Das Menü wählen die Gäste direkt bei der Buchung, sodass die Küche früh planen kann. Die Allergien kommen erst im Schritt danach, in der Personalisierung, und lassen sich bis kurz vor dem Event selbst anpassen. Zwei unterschiedliche Abläufe, sauber getrennt, ohne dass jemand vom Team eingreifen muss. Für die Gäste bleibt der Weg einfach. Intern bleibt jeder Prozess gesteuert.
Ebenso wichtig war dem Team ein fester Ansprechpartner. Einer, der die Abläufe versteht und bei Bedarf auch kurzfristig Anpassungen möglich macht.
Über mehrere Städte wachsen, ohne dass das Team mitwächst
Dinner in the Sky tourt durch Deutschland. 2026 macht das Erlebnis in Köln, Hamburg und Düsseldorf Station, jeweils nur für wenige Wochen. Jede zusätzliche Stadt stellt dieselbe Frage: Wächst der Aufwand im Hintergrund im gleichen Tempo mit?
Für Dinner in the Sky liegt die Antwort in der Self-Service-Funktion für Umbuchungen.
"Die neue Self-Service-Funktion hilft uns enorm. Umbuchungen lassen sich für unsere Gäste sehr einfach und problemlos selbst durchführen, ohne dass wir involviert sein müssen. Das entlastet unser Support-Team spürbar und ermöglicht es uns, an mehreren Standorten zu wachsen, ohne die internen Ressourcen im gleichen Maße aufstocken zu müssen. So haben wir mehr Zeit und Kapazitäten, um gezielt auf Verbesserungen einzugehen und unser Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln."
An dieser Stelle hört Ticketing auf, eine operative Last zu sein, und wird zum Hebel fürs Wachstum. Wer weniger Zeit mit Buchungsproblemen verbringt, hat mehr Zeit für das, was Dinner in the Sky ausmacht: das Erlebnis.
Was die kommende Saison bringen soll
Für die nächste Saison hat das Team zwei klare Ziele.
"Wirtschaftlich möchten wir effizient wachsen, Buchungen besser steuern und gleichzeitig den administrativen Aufwand deutlich reduzieren. Für unsere Gäste steht das Erlebnis im Vordergrund: reibungslose Buchungen, individuelle Anpassungen wie Allergieangaben und ein insgesamt rundum perfektes Dinner-in-the-Sky-Erlebnis. Die Technologie schafft die Grundlage, dass wir beides gleichzeitig realisieren können."
Beides gleichzeitig, wirtschaftliche Effizienz und ein besseres Gästeerlebnis, gelingt nur, wenn das Ticketing nicht als notwendige Dienstleistung behandelt wird, sondern als Teil des Produkts. Genau dort steht Dinner in the Sky heute. Die Marke bleibt vorn, die Daten gehören dem Team, und das System wächst mit, Stadt für Stadt.
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